08.11.2017

Stadtwerke Emden stellen Weichen für digitale Zukunft

 

Emden, 08. November 2017.
Die Digitalisierung in Emden schreitet weiter voran. Nachdem bereits im letzten Monat mit der Keptn-App und dem kostenlosen WLAN erste Projekte erfolgreich umgesetzt wurden, steht nun ein nächster, tiefgreifender Schritt an.

“Anfang 2017 haben wir damit begonnen, die in unserer Roadmap festgelegten Projekte zur Digitalisierung sukzessive umzusetzen. Die Einbindung technologisch erfahrener Partner in unsere Konzeption ist ein weiterer Schritt zur Umsetzung unserer Vorhaben. Wir sind davon überzeugt, mit der Siemens AG auf den Kooperationsfeldern Verkehr, Energie, Gebäude und Daten den für uns idealen Partner gefunden zu haben“, sagt Manfred Ackermann, Geschäftsführer der Stadtwerke Emden und gleichzeitig Initiator des Smart City-Projektes.

Mit der heutigen Vereinbarung eines Memorandum of Understanding legen Stadt und Stadtwerke Emden sowie die Siemens AG die Grundlage für ihre Zusammenarbeit „Emden hat uns besonders durch seinen ganzheitliche Ansatz überzeugt, in dem seit Beginn der Digitalisierungsstrategie nahezu alle Bereiche der Stadt berücksichtigt werden“, sagt Andreas Trautmann, Experte für städtische Infrastrukturlösungen bei der Siemens AG und als Account Manager für die Kooperation mit der Stadt und den Stadtwerken Emden federführend verantwortlich.

Vereinbart wurde die gemeinsame Zusammenarbeit für die nächsten fünf Jahre, in denen die beiden Kooperationspartner die sogenannte „Smart City Vision“ mit Leben füllen wollen.

Dabei ist das zentrale Projekt der Roadmap die intelligente Energiestadt Emden. Ziel ist die Schaffung eines intelligenten und flexiblen Energiesystems. Im Zentrum stehen dabei der Einsatz von innovativen Netztechnologien und Netzbetriebskonzepten sowie die Schaffung CO2-neutraler Produktionsbedingungen, letztlich auch als Standortargument für die künftige Produktion von Elektrofahrzeugen und deren Komponenten

Im Bereich der Verkehrssteuerung soll z.B. die bestehende Infrastruktur mit zusätzlicher Sensorik und intelligenten Steuerungseinheiten ausgebaut werden, so dass der Verkehr in Emden künftig bedarfsgerecht geregelt werden kann. Perspektivisch wird mit der neuen Technik auch die Voraussetzung für  autonomes Fahren im Stadtgebiet ermöglicht

Darüber hinaus soll intelligente Gebäudetechnik die energetische Effizienz verbessern und einen wesentlichen Beitrag zur Ressourcenschonung liefern. Des Weiteren soll durch Digitalisierung der Sicherheitstechnik in Gebäuden die Gefahrenprävention in Form von Brandbekämpfung und die situative Anpassung von Fluchtwegen automatisch ablaufen. Verbunden werden damit auch eine präventive Wartungsplanung und die Analyse von Gebäudeverhalten. Intelligente Gebäude werden somit zur Grundlage künftiger Quartiers- und Stadtteilkonzepte und somit zur Keimzelle der Smart City Emden.

Gebündelt werden alle Ergebnisse auf einer innovativen IoT-Plattform, dem sogenannten „Internet of Things“, also der Vernetzung aller digitalen Projekte und Daten über das Internet. Durch das Sammeln, Verknüpfen und Auswerten relevanter Daten bildet sie künftig die Steuerungseinheit der Smart City. Gleichzeitig bietet sie auch die Grundlage zur Entwicklung zahlreicher neuer, digitaler Geschäftsmodelle, die künftig erheblich zur Attraktivität Emdens beitragen werden.

Mit Unterzeichnung des Memorandum of Understanding startet die aktive Projektarbeit. „Natürlich sind wir sehr stolz, dass wir mit der Siemens AG einen so namhaften Partner für unsere Vision gewinnen konnten“, beschreibt Bernd Bornemann, Oberbürgermeister von Emden die neue Kooperation und betont weiter, dass es sich um eine „so noch nicht dagewesene Chance für Emden und einen wegweisenden Schritt in Richtung der digitalen Stadt Emden“ handelt. Auch seitens der Siemens AG ist die Vorfreude auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit groß. „Wir freuen uns, dass wir in Emden neue Technik einführen, unser Wissen konzeptionell einbringen und voneinander lernen können. Emden wird Vorbildcharakter für die Möglichkeiten der Digitalisierung in Deutschland haben“, betont Dr. Bernd Koch, Leiter Dezentrale Energiesysteme bei der Siemens AG.

 

Auf dem Bild: Den „Digital-Vertrag” signierten Manfred Ackermann (SWE), Bernd Koch (Siemens), OB Bernd Bornemann und Andreas Trautmann (Siemens) klassisch mit Stift.